Susanne Korbmacher.
Piper Original. München u.a., 2004.
Ein Blick ins Leben der unbeliebten "schwierigen Jugendlichen" der Vorstädte.
In den Vorstädten vieler europäischer Metropolen verbringen Kinder und Jugendliche einen grossen Teil ihres Lebens auf der Strasse. Vernachlässigt und missbraucht von oft überforderten Eltern. Die Jugendlichen schliessen sich zu Cliquen zusammen und machen Schwierigkeiten: Gewalt, Diebstähle, Vandalismus. Erst von diesem Moment an treten die Jugendlichen ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. Und schnell sind die Schuldzuweisungen und Patentrezepte zur Hand. Härter Durchgreifen, lautet die eine unbrauchbare Parole. Integrieren und mit einheimischem Pass versehen, die zweite.
Wer das Buch von Susanne Korbmacher, Lehrerin in München-Hasenbergl, gelesen hat, merkt, dass die Probleme mit delinquierenden und gewaltbereiten Jugendlichen nicht mit einfachen Worten aus der Welt zu schaffen sind. Was es braucht ist Zeit! Viel Zeit! Zeit, sich dem einzelnen Jugendlichen zu widmen, ihn in seiner verzweifelten Situation Ernst zu nehmen und ihm persönlich Perspektiven zu bieten.
Ghettokids ist eine Sammlung von 10 Lebensgeschichten, darunter auch jener der Autorin. Unvorstellbar zuweilen, was da hinter den verschlossenen Türen einer Familienwohnung vor sich geht. Vorstellbar hingegen, wieso viele dieser Kinder und Jugendlichen auf der Strasse oder in Einkaufs- und Jugendzentren ihr Leben verbringen.
Ghettokids ist aber auch eine Anleitung zum Umgang mit Jugendlichen, die in der Schule und in Jugendtreffs Schwierigkeiten machen. Wer ebenfalls mit solchen Jugendlichen arbeitet, weiss, dass es nur diese Lösung gibt: sich Zeit nehmen, viel Geduld haben, den einzelnen Jugendlichen Ernst nehmen, Rückschläge wegstecken und an das Gute im Menschen glauben.
Für alle, die nach den wahren Hintergründen sogenannt schwieriger Jugendlicher suchen.
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FAKTEN |
BEZUG |
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Format: 16 x 22.5cm. |
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WERTUNG |
HINWEISE |
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jugendarbeit.ch vertreibt selber keine Arbeitshilfen. Wende dich für den Bezug dieses Buches an die angegebene Bezugsquelle. Für alle Hinweise zur Aktualisierung dieser Angaben sind wir dankbar! © 2005 by pm |
Peter Marti, Zürich, November 2005.