Hrsg. Werner Knapp. buch&musik, ejw-Service, 2002 (2. Auflage).
150 Tipps aus der Praxis für alle Berufseinsteiger, sowie freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Fachhochschul-Ausbildungen in Ehren. Einen wirklich guten Jugendarbeiter macht jedoch nicht die Kenntnis des sozialpädagogischen Fachdiskurses aus. In der Praxis gefragt ist das Meistern des Alltags zusammen mit den Jugendlichen, in der Administration, in Gremien und bei der Vorbereitung von Anlässen. Die Kniffe, um diesen Alltag zu meistern, lernt man selten in der Ausbildung.
Glücklich ist, wer die Tipps&Tricks für den Alltag von älteren Berufskollegen weitergegeben bekommt. Vor allem in den Jugendverbänden ist das ein verbreitetes Prinzip. Jugendarbeits-Knowhow wird von Generation zu Generation quasi "vererbt". Wer selber auf keinen älteren Mentor und keine Mentorin zählen kann, ist ab sofort nicht mehr ausgeschlossen vom "geheimen Wissen der Jugendarbeits-Profis", denn im vorliegenden Büchlein finden sich 150 der wichtigsten "Tipps und Tricks für die Jugendarbeit".
Bewusst hat Herausgeber Werner Knapp die Tricks nicht nach Themen geordnet. Ein sinnvoller Entscheid, denn "Lebensweisheiten" lassen sich nicht in Kategorien einteilen. Von der Sprache her "süffig" geschrieben, mit viel Engagement "gewürzt" und ansprechend aufgemacht will "Tipps&Tricks" keine Sammlung von Ge- und Verboten sein, die es auswendig zu lernen gilt, um erfolgreich Jugendarbeit zu machen. Nein! Vielmehr soll die Broschüre als "Steinbruch" genutzt werden, um für die eigene Arbeit den grösstmöglichen Gewinn herauszuholen. 20 Tipps aus dem Buch, 10 eigene dazugefügt - so stellt sich Herausgeber Werner Knapp den Umgang mit "Tipps&Tricks für die Jugendarbeit" vor.
Selbst als Jugendarbeiter mit bald 20-jähriger Erfahrung habe ich die Broschüre mit Gewinn gelesen. Man wird älter (tja, so ist es) und vergisst das eine oder andere. Viele der Tipps betreffen praktische Dinge (von der Telefonliste bis zum Anschreiben des Gruppenmaterials), einige Tipps gehören aber auch zu den inhaltlichen Grundlagen gelingender Jugendarbeit (z.B. Tipp 74, 121, 135, 142). Den m.E. wichtigsten Tipp gibt Werner Knapp jedoch bereits im Vorwort: "Mache dir klar, warum du in der Jugendarbeit tätig bist. Die meisten jungen Mitarbeiter hören nicht deshalb wieder auf, weil sie nicht wissen wie man ein Treffen gut gestaltet ... Nein - es ist wichtiger zu wissen, warum du das machst."
Das Buch stammt aus der christlichen Jugendarbeit, was jedoch auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von offenen (konfessionsungebundenen) Treffpunkten nicht davon abhalten sollte, sich mindestens 145 der 150 Tipps zu Gemüte zu führen.
Ein ideales Geschenk für junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch ein gutes "Repetitorium" für erfahrene Jugendleiterinnen und Jugendleiter.
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FAKTEN |
BEZUG |
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Format: 10
x 15cm |
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WERTUNG |
HINWEISE |
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Optik: ansprechend und übersichtlich. Inhalt: praxisorientiert und aus dem Vollen schöpfend. Nutzen: sehr nützlich. Einsatz: für Einsteigerinnen und Einsteiger in der Jugendarbeit oder (zur Repetition) auch für alte Hasen im Jugendbereich. |
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Peter Marti, Mai 2003.