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30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

Das Kind hat das Recht, ernst genommen, nach seiner Meinung und seinem Einverständnis gefragt zu werden.
Janusz Korczak (Kinderarzt und Pädagoge, 1878-1942)

Am 20. November 1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) das Übereinkommen über die Rechte des Kindes, die sogenannte UN-Kinderrechtskonvention. 196 Staaten haben die Konvention ratifiziert, darunter auch einige Nichtmitgliedstaaten der UNO. Die Schweiz hat die Konvention erst im Jahr 1997 ratifiziert und einige Vorbehalte dazu gemacht, die das Ausländerrecht und den Jugendstrafvollzug betreffen. Nach wie vor nicht ratifiziert wurde die Konvention von den Vereinigten Staaten Amerikas (USA).

Die Kinderrechtskonvention legt wesentliche Standards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen weltweit fest und umfasst 54 Artikel. Unter anderem werden folgende Rechte postuliert: Ein Recht auf Gleichbehandlung, ein Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit, ein Recht auf Gesundheit und Bildung, ein Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung, ein Recht auf Information und Mitwirkung, ein Recht auf Privatsphäre und ein Recht auf Familie und Fürsorge.

Seit 1989 gilt der 20. November als Internationaler Tag der Kinderrechte. Der Tag wird zum Anlass genommen, auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen. Auch in der Schweiz organisieren verschiedene Institutionen am 20. November Anlässe zum Thema Kinderrechte.

Das besondere der UNO-Kinderrechtskonvention ist das historisch neue Verständnis von Kindern und Jugendlichen. Sie werden als eigenständige Subjekte ernst genommen und respektiert. Die war bis ins 19. Jahrhundert nicht der Fall. Kinder standen im Besitz ihrer Eltern und galten nicht als Individuen mit eigenen Rechten. Der Vater als Familienoberhaupt bestimmte darüber, was Kinder zu tun und zu lassen hatten.

Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten erstmals Kinderrechte in den Fokus. Die schwedische Reformpädagogin Ellen Key rief das 20. Jahrhundert zum Jahrhundert des Kindes aus. Die englische Lehrerin Eglantyne Jebb gründete das Komitee Save the children und der Völkerbund in Genf verabschiedete im Jahr 1924 eine Kinderschutzcharta, die bis 1946 Bestand hatte. Im Jahr 1959 verabschiedete die UNO als Nachfolgerin des Vökerbundes eine Kinderrechtserklärung, die aber ohne rechtliche Bindung blieb. Im Jahr 1979 fand das Internationale Jahr des Kindes statt und Polen machte den Vorschlag, die unverbindliche Erklärung von 1959 in einen völkerrechtlich bindenden Vertrag umzuwandeln. Zehn Jahr später entstand daraus die bis heute gültige UN-Kinderrechtskonvention.

Arbeitshilfen

UNO-Kinderrechtskonvention: Weil Kinder (besonders verletzliche) Menschen sind
Infografik. Kinderschutz Schweiz.
Externer Download...

Kinderrechte in der Schweiz
Factsheet. UNICEF (2018).
Externer Download...

Rechtsgrundlagen

Übereinkommen über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention) vom 20.11.1989
Download... (Stand: 25.10.2016)

Videos

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Kinderrechte
UNICEF Schweiz. (2018). Dauer: 2:10.
 

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Kinderrechte - erklärt für Kinder ab 8 Jahren
UNICEF Deutschland. (2013). Dauer: 5:20.
 

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Der Kinderrechtefilm
Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (2014). Dauer: 4:00.
 

Institutionen

Kinderschutz Schweiz
kinderschutz.ch

UNICEF Schweiz
unicef.ch

Netzwerk Kinderrechte Schweiz
kinderrechte.ch

Informationsplattform humanrights.ch
humanrights.ch