Konflikte mit Anwohnern gehören zur Arbeit im Jugendtreff

Die Jugendtreffleitung hat eine Vermittlungsfunktion

Hört man sich als Jugendarbeiter bei seinen Kolleginnen und Kollegen um, so gehören Konflikte mit Nachbarn zum täglichen Brot einer Jugendtreffleitung. Was viele Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter jedoch nicht wahrhaben wollen: Konflikte mit Anwohnern sind keine unnötige Störung des Treffbetriebs, sondern eine Aufgabe, die zum Beruf gehört. Die Lösung solcher Konflikte gelingt nur, wenn die Rollen von Trägerschaft und Betriebsleitung klar sind.

VON PETER MARTI, JUGENDARBEITER

Montagmorgen, 10.00 Uhr. Ich repariere gerade eine defekte Türe im Jugendtreff, als sich ein kräftiger älterer Herr drohend vor mir aufbaut, seine Faust drei Zentimeter vor meiner Nase ballt und mir mit der Lautstärke eines trompetenden Elefanten Worte zubrüllt, die ich auf Anhieb nicht gleich einordnen kann: "Riesensauerei!" - "Sofort abstellen!" - "Die anderen Leute im Quartier finden auch..." -"Wenn Sie Ihre Jugendlichen nicht im Griff haben, dann..." usw. Erst nach einigen Minuten haben wir eine Ebene gefunden, um vernünftig miteinander zu diskutieren. Der Rentner hat mir mittlerweile erklärt, dass er schwerhörig sei und deshalb so brüllen müsse. Ich meinerseits konnte ihm beibringen, dass man auch als Schwerhöriger seine Faust nicht vor dem Gesicht fremder Menschen schütteln sollte, weil dies ein vernünftiges Gespräch verunmöglicht.

Die ganze Geschichte hatte dann im Übrigen nur am Rand mit unserem Treff zu tun. In einem öffentlichen Park in der Gemeinde hatte sich ein Hund die Pfoten an einer Bierflaschenscherbe aufgeschnitten. Die Jugendlichen, die vom Senior als Verursacher eruiert wurden, gehen auch bei uns im Treff ein und aus. Das ganze Gespräch mit dem Mann dauerte rund eine Dreiviertelstunde. Nach dieser Zeit kannte ich mindestens die Hälfte seiner Lebensgeschichte und ihm ging es sichtlich besser, weil ich Verständnis für sein Problem geäussert hatte.

Die Rolle des Jugendarbeiters?

Nicht immer kommt man als Jugendarbeiter/in so gut weg, wie im oben beschriebenen Fall. Häufiger handelt es sich bei den Beschwerden der Nachbarn (oder auch anderer Leute) um Vorfälle, die während den Öffnungszeiten des Jugendtreffs passiert sind und nicht um allgemeine Jugendprobleme im Ort. Die Rolle, die der Jugendarbeiter dabei zu spielen hat, ist aber grundsätzlich dieselbe. Er ist unter anderem dafür angestellt, Anliegen der Bevölkerung im Zusammenhang mit Jugendlichen, zur Kenntnis zu nehmen und wo nötig Probleme gemeinsam mit Anwohnern und Jugendlichen anzugehen. Ein Jugendtreff ist eine öffentliche Institution, die sich der Diskussion stellen muss und sich auch immer wieder in Frage stellen lassen soll.

Das Dilemma, in welches viele Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter geraten, ist jenes der "Rollendiffusion". Ist man nun Anwalt der Jugendlichen und muss diese gegenüber einer bornierten Bevölkerung verteidigen? (Stichworte: Jugendkultur, Freiräume) Hat man die Wünsche der Nachbarschaft zu erfüllen und die Jugendlichen mittels hauseigenem Security-Dienst an die Kandare zu nehmen? (Stichworte: Hartes Durchgreifen, Hausverbot) Soll man in erster Linie die eigenen Schäfchen ins Trockene bringen und Kritik an der eigenen Amtsführung möglichst gut kontern? (Stichworte: Ich mache keine Fehler, Ich habe zuwenig Ressourcen, Der Jugendtreff liegt ungünstig, Die Jugendlichen sind halt so)

Spannungsfeld

Der Jugendarbeiter steht in seinem Beruf in einem Spannungsfeld, das aus verschiedenen Erwartungen aufgebaut wird. Die Ansprüche von Jugendlichen, Eltern, Anwohnern, Behörden und der Gesellschaft werden an den Jugendarbeiter herangetragen. Selbstverständlich widersprechen sich diese Ansprüche zum Teil. Mit dem Druck dieser vielen Ansprüche gut umgehen zu können, gehört zum Berufsgeheimnis des erfolgreichen Jugendarbeiters.

Fachleute mit Vermittlungsfunktion

Ich möchte in diesem Artikel für einen positiven Umgang mit obengenanntem Druck plädieren. Die unreflektierte Übernahme lediglich der Interessen einer Seite ist meines Erachtens die falsche Lösung, dem Druck zu entweichen. Jugendarbeiter als Berufsjugendliche sind out. Jugendarbeiter als Hilfs-Securitas (bzw. Hilfs-Securitas als Jugendarbeiter) sind zur Zeit zwar in, lösen aber überhaupt keine Probleme. Eine Hilfe für die Jugendlichen und die Gesellschaft sind nur Jugendarbeitende, die ihre Rolle im Zentrum der verschiedenen Ansprüche aushalten.

Dabei bewährt sich die Rolle "Fachmann bzw. Fachfrau mit Vermittlungsfunktion" am Besten. Als Jugendarbeiter kennt man beide Seiten und kann je bei der anderen Verständnis schaffen, wenn das Gespräch direkt nicht zustandekommt. Sinnvoll ist es auch, das direkte Gespräch zwischen den Parteien in Gang zu bringen und v.a. am Anfang zu moderieren. Als Jugendarbeiter kann man gelassener mit den entwicklungsbedingten Auswüchsen der Jugend umgehen als die Eltern oder die Nachbarn - denn man weiss, dass die Pubertät wieder vorübergeht. Als Jugendarbeiter kennt man aber auch die Welt der Erwachsenen und kann den Jugendlichen beibringen, dass es sich beim "bösen Nachbarn" nicht um einen Jugendhasser handelt, sondern nur um einen besonders liebevollen Hobbygärtner, der schon zufrieden ist, wenn man sein Blumenbeet nicht als Abfallhalde missbraucht.

Aufpassen muss man bei der Mediatorenfunktion, dass man von den Parteien nicht in die Rolle des Problemlösers gedrängt wird. Weil die Nachbarn das Gespräch mit den Jugendlichen scheuen, finden sie, der Jugendarbeiter solle für Ordnung sorgen. Weil die Jugendlichen ihre Musikanlage nicht etwas leiser drehen wollen, soll die Jugendarbeiterin jeden Montagmorgen die erzürnten Nachbarn besänftigen.

Ebenfalls Vorsicht geboten ist, wenn einem die Gesellschaft eine unzulässige Sündenbockrolle zuweisen will. Der Arzt ist ja auch nicht für die Krankheit seiner Patienten verantwortlich. Der Drogenbeauftragte nicht für die Sucht seiner Klienten. Der Jugendarbeiter ist also auch nicht dafür zur Verantwortung zu ziehen, dass es Jugendliche und eine Pubertät gibt, dass Jugendliche Gewalt ausüben und in haarsträubenden Klamotten herumlaufen. Der Jugendtreff in der Gemeinde ist nie am Vandalismus im Stadtpark schuld. Graffitis an Bahnwagen gibt es mit und ohne Jugendarbeit. Und wenn der Jugendarbeiter mit jungen Skinheads spricht, fördert er damit nicht den Rechtsextremismus bei Jugendlichen. Diese Tatsachen entbinden den pädagogisch Tätigen aber nicht davor, die von Jugendlichen verursachten Probleme lösen zu helfen. Jugendarbeit ist nicht "Kinder hüten", sondern Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben begleiten, fördern und fordern.
 

Umgang mit persönlichen Anschuldigungen

Eine besondere Kunst ist es, die Rolle als Fachperson auch in emotionalen Situationen beizubehalten und dann nicht plötzlich aus der Rolle zu fallen. Polizisten, Fahrkartenkontrolleure und Verkäufer werden darin geschult, wie man mit persönlichen Diffamierungen durch Kunden umgeht. Im Jugendarbeitsbereich, wo viele unausgebildete Leute tätig sind, fehlt weitgehend das Bewusstsein dafür, dass man als pädagogisch tätige Berufsperson auch mit solchem Druck umgehen muss. Normalerweise trifft einem die Reaktion der Nachbarschaft ja nicht in entspannten Situationen, sondern dann, wenn "man das jetzt wirklich nicht auch noch braucht". Der keifenden Nachbarin auch dann noch freundlich und interessiert zuzuhören, wenn man kurz vor einem wichtigen Projekt steht, Knatsch mit den vorgesetzten Behörden hat und von den Jugendlichen gerade als "Gruftie" bezeichnet worden ist, ist eine Kunst. Diese ist aber zum Glück lernbar, wenn auch oft durch Hilfe von aussen.

Professionelle Praxisbegleitung vor allem von Neueinsteigern im Beruf ist noch lange nicht überall Standard. Solche Praxisbegleitung könnte helfen, die eigene Rolle zu finden und das eigene Verhalten in schwierigen Situationen nachträglich zu reflektieren. Schade ist es, wenn Jugendarbeitende auf Grund dieses Drucks an ihrem Beruf scheitern und sich für einen Ausstieg entscheiden. Schade ist es aber auch, wenn viel Kreativität im Beruf verloren geht, weil man die Ressourcen für den Umgang mit dem Druck von aussen braucht.


Die Rolle der Behörde

Bisher haben wir uns auf die Rolle des Jugendarbeiters und sein eigenes Berufsverständnis konzentriert. Als Angestellter einer Behörde oder anderen Trägerschaft bewegt er sich jedoch in einem System, das ihm im Idealfall zusätzliche Unterstützung bietet, seine Arbeit im schlechten Fall ignoriert, häufig aber leider sogar zusätzlichen Druck aufbaut. Wie fühlt sich ein Polizist, der einen Konflikt mit einem Parksünder auszutragen hatte, seinem Chef davon erzählt und zur Antwort bekommt. "Das ist doch kein Problem. Beim nächsten Mal ziehen sie dem Parksünder einfach eins mit dem Knüppel über, dann löst sich das Problem von selbst!". So etwa fühlt sich ein Jugendarbeiter, der seiner Trägerschaft von Problemen zwischen Jugendlichen und Nachbarn erzählt und zur Antwort bekommt: "Du musst halt härter durchgreifen und die fehlbaren Jugendlichen mit Hausverbot bestrafen!"

Schaut man sich um, wo das Zusammenleben mit Nachbarn gut funktioniert und wo nicht, stellt man häufig einen Zusammenhang mit dem internen Zusammenspiel von Trägerschaft/Behörde und Jugendarbeiter/in fest. Wo gemeinsame Ziele klar definiert sind, wo die Rollenverteilung von Arbeitgeber und Angestellten funktioniert, wo man sich über die Art der Umsetzung der Ziele einig ist und wo eine engagierte Leitung der Jugendkommission am Ruder ist, klappt das Zusammenleben mit den Anwohnern meist problemlos.

Konflikte gibt es oft an Orten, wo hilflose Trägerschaften keine Verantwortung übernehmen möchten, wo profilierungsfreudige Politiker der Bevölkerung Zugeständnisse machen, die betrieblich nicht umsetzbar sind, wo Trägerschaft und Jugendarbeiter von den Anwohnern leicht gegenseitig ausgespielt werden können, wo das Vertrauen der Trägerschaft in ihre(n) Angestellten nicht 100%ig da ist und wo Behörden das Gefühl haben, mit "hartem Durchgreifen" sei Jugendarbeit verwirklichbar.

«Holen Sie mir einmal Ihren Chef!» Eine Aussage, die mir verschiedenerorts auch schon herausgerutscht ist. Haben die Nachbarn das Gefühl, sie werden vom Jugendarbeiter nicht ernst genommen, wenden sie sich mit ihren Anliegen gerne direkt an die Behörde. "Ihre Präsidentin kenne ich vom Kirchenchor. Ich werde direkt mit ihr sprechen, wenn sich das nicht bessert!" So und ähnlich können Drohungen von Nachbarn tönen. Hier gibt es nur eine Lösung: der Jugendarbeiter muss wissen, dass alle Behördenmitglieder hinter der eigenen Arbeitsweise stehen und nie Zugeständnisse an Nachbarn machen, ohne Rücksprache mit dem Jugendarbeiter zu nehmen. Ich bin überzeugt, dass ich in meinem Treff nur deshalb ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn habe, weil die Behörde unserer Kirchgemeinde sogar Kirchenaustrittsdrohungen gegenüber resistent geblieben ist.

Rollen - richtig verteilt

Der Standort des Treffs

Ein Argument, das häufig bei Nachbarschaftsproblemen in Treffs zur Sprache kommt, ist der "ungeeignete Standort" des Jugendtreffs. Zugegebenermassen gibt es bessere und schlechtere Standorte für den Betrieb eines Jugendtreffs. Der von Politikerinnen und Politikern oft favorisierte Treffstandort im Industriequartier ist meiner Meinung nach aber eine schlechte Lösung. Eine solche Standortwahl geht davon aus, dass Jugendliche keinen Platz im Zentrum der Gemeinde haben und als Störfaktor irgendwo ins Niemandsland abgeschoben werden sollen. Die Erfahrung zeigt auch, dass gerade Treffs an abgelegenen Standorten häufig von Vandalismus und Einbrüchen heimgesucht werden. Und auch im Industriequartier gibt es Nachbarn: die Grossgarage vis-a-vis vom Jugendtreff freut sich keinesfalls an zerkratzten Neuwagen am Montagmorgen und die Handelsfirma sortiert ihre als Skater-Rampe missbrauchten Paletten nur ungern jede Woche wieder neu.

Sind sich Trägerschaft und Betriebsleitung über ihr Betriebskonzept einig, nehmen sie ihre Rollen richtig wahr, können sie der Nachbarschaft gegenüber selbstbewusst, aber rücksichtsvoll auftreten und garantiert das Betriebskonzept eine professionelle Treffleitung, lassen sich Jugendtreffs fast überall betreiben. Offene Treffs sind keine gesetzlosen Räume, sondern Freizeitangebote für Jugendliche, die bestimmten Reglen und Öffnungszeiten unterstehen und von erwachsenen Personen beaufsichtigt sind. Und die Jugendlichen aus dem Quartier sind keine unberechenbaren Monster, sondern Personen, die sich im Interesse eines eigenen Treffs durchaus an Regeln halten können und wollen.

Die Kunst der Treffbetreiber ist es, das den Anwohnern glaubhaft zu vermitteln und mit den Nachbarn auch während des Betriebs dauernd in Kontakt zu bleiben.

Tipps für die Praxis

  • die Nachbarn haben eine Piketttelefonnummer der Jugendarbeit, die sie bei Problemen anrufen können (z.B. Handynummer); sie rufen immer zuerst hier an, bevor sie sich an die Polizei wenden
     
  • die Jugendtreffleitung nimmt sich Zeit auch für kleinere Probleme der Nachbarschaft und wimmelt die Anwohner nicht ab
     
  • die Treffleitung informiert die Anwohnerschaft über den Betrieb im Jugendtreff, auch wenn keine Probleme auftreten: Öffnungszeiten, Besucherschaft, Aufsicht usw.
     
  • Vor grossen Discoveranstaltungen werden die Nachbarn informiert und es wird eine Beschwerdetelefonnummer bekanntgegeben
     
  • die Jugendlichen wissen, dass man für den Betrieb des Treffs auf den Goodwill der Nachbarschaft angewiesen ist und nehmen soweit möglich Rücksicht auf die Anwohner
     
  • die Polizei kennt die Leitung des Jugendtreffs und die Art des Betriebes
     
  • ein Mal im Jahr werden alle Nachbarn des Treffs zu einem Apéro, Grillabend usw. eingeladen; das Präsidium der Trägerschaft begrüsst die Anwesenden; die Anwohner erhalten Gelegenheit, Vorschläge für eine Optimierung des Betriebs im Treff einzubringen
     
  • mit baulichen Massnahmen (z.B. abschliessbare Fenster, Hintereingang benützen) wird das mögliche getan, um die Nachbarn bei Veranstaltungen im Jugendtreff zu entlasten
    

Acht gute Ratschläge, um garantiert Krach mit den Nachbarn zu bekommen

  • Nimm die ersten drei Anrufe von erbosten Nachbarn auf deinem Telefonbeantworter nicht ernst und ruf auf keinen Fall zurück!
     
  • Wenn du doch zurückrufst, stelle die Nachbarn in den Senkel und weise sie nachdrücklich auf ihr konservatives Weltbild und ihre Intoleranz hin!
     
  • Teile den Nachbarn vor der Eröffnung deines Jugendtreffs mit, es werde zu keinen Problemen kommen und sie würden die Präsenz des Jugendtreffs überhaupt nicht bemerken!
     
  • Versprich den Nachbarn vor der Eröffnung des Treffs, es würden nie Discos und Parties im Treff stattfinden!
     
  • Teile deinem Nachbarn mit, dass die armen Jugendlichen vom Rand der Gesellschaft halt einen Ort brauchen, um den Alltagsfrust abzuladen und es diesmal halt das Rosenbäumchen im Nachbarsgarten gewesen sei, das diesen Alltagsfrust zu tragen hatte.
     
  • Weise deine Nachbarn mit der Stimme eines Experten darauf hin, dass das Bierflaschenwerfen in fremde Gärten zur normalen Entwicklung von 12- bis 25jährigen gehört und deshalb in dieser Form akzeptiert werden müsse.
     
  • Erkläre deinen Nachbarn, dass der Abfall vor dem Jugendtreff nicht von den Besuchern des Treffs stammt sondern nur von den Jugendlichen, die keinen Zutritt zum Treff haben und sich deshalb auf dem Gehsteig vor dem Trefflokal versammeln müssten.
     
  • Äussere dich deinen Treffbesuchern gegenüber despektierlich über die "blöden Alten von nebenan, die den Jugendlichen halt nichts gönnen würden"

Gut Ding will Weile haben

Vielleicht haben dir diese Ausführungen nun nicht allzuviel geholfen, weil du gerade in einem heissen Streit mit deinen Nachbarn stehst und kurz vor dem Verzweifeln bist. Was du brauchst, ist eine Instantlösung zur Deeskalation.

Für solche Situationen nochmals das Wichtigste in drei Punkten:

  • Werde dir über deine Rolle als Jugendarbeiter/in klar!
  • Einige dich mit deiner Trägerschaft auf ein verbindliches Konzept!
  • Geht mit einem ersten Schritt auf die Nachbarschaft zu und bietet den Anwohnern das Gespräch an.

Und dann jetzt heisst es: "Gut Ding will Weile haben!" Wie jede Beziehung muss auch jene von dir zu deinen Nachbarn reifen. Ich bin aber überzeugt, dass sich mit professionellem Verhalten aller Beteiligten die meisten Anwohnerkonflikte gütlich regeln lassen. Regeln? Natürlich nicht für die nächsten drei Jahre, sondern bis zum nächsten Partywochenende, wenn die Jugend wieder einmal überbordet und der Jugendarbeiter Konfliktvermittler spielen muss. Aber das gehört zum Beruf, wie ich oben bereits zu erklären versuchte...

Viel Kraft wünscht dir bei der Arbeit an deinem Ort

Peter Marti, jugendarbeit.ch

jugendarbeit.ch - erstellt: 30.07.02 - geändert: 12.02.05 - © 2005 by pm