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Religiöser Extremismus

Sowohl die grossen Weltreligionen wie auch neue religiöse Bewegungen geben eine Antwort auf die Suche des Menschen nach dem Sinn des Lebens. Viele dieser Antworten treten mit dem Anspruch auf, die absolute Wahrheit zu verkünden. Die meisten Religionen sind deshalb in ihrem Kern radikal und zielen darauf, die Gesellschaft zu verändern. Ein säkularer Staat, welcher Religion als Privatsache definiert, wird durch den Absolutheitsanspruch der Religionen herausgefordert. Er muss eine Grenze zwischen vom Gesetz akzeptierten radikalen Weltanschauungen und verbotenem religiösem Extremismus ziehen.

Wenn heute von religiösem Extremismus gesprochen wird, geht es meist um die Weltreligion Islam. Verschiedene Gruppierungen nehmen für sich in Anspruch, den einzig wahren Islam zu vertreten. Während einige dieser Gruppierungen lediglich radikale Ansprüche an die Lebensführung ihrer Mitglieder stellen, setzen andere auf Terrorismus und Gewalt, mit dem Ziel, die gesamte Gesellschaft zu verändern. Einige Jugendliche und junge Erwachsene sind von den radikalen Forderungen dieser neuen Gruppierungen fasziniert und schliessen sich radikalen oder extremistischen Organisationen an.

Vor rund vierzig Jahren waren es die Religionen des fernen Ostens, welche die Jugend in ihren Bann zogen. Als sogenannte Jugendsekten generierten sie ein grosses Medienecho. Die Gesellschaft zeigte sich verunsichert ob der Radikalität dieser Organisationen. Zu den bekanntesten Vereinigungen gehörten die Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein, die Divine Light Mission, die Bhagwan-Bewegung, die Transzendentale Meditation oder die Vereinigungskirche (Moon-Bewegung).

Auch religiöse Organisationen die vom Staat geduldet werden, können für einen Menschen gefährlich sein. Einige religiöse Gemeinschaften schränken die Meinungs- und Bewegungsfreiheit ihrer Mitglieder ein, beuten sie wirtschaftlich aus, missbrauchen Frauen und Kinder sexuell oder behindern die ärztliche Versorgung ihrer Anhängerinnen und Anhänger. Mitglieder solcher Institutionen tragen oft schwere psychische oder körperliche Schäden davon.

Literatur

Matthias Pöhlmann (Hrsg.).
Handbuch Weltanschauungen: Religiöse Gemeinschaften, Freikirchen.
Gütersloher Verlagshaus, 2015.
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Georg Schmid. Georg Otto Schmid (Hrsg.).
Kirchen, Sekten, Religionen: Religiöse Gemeinschaften, weltanschauliche Gruppierungen und Psycho-Organisationen im deutschen Sprachraum.
Verlag TVZ, 2003. (7. Auflage)
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Institutionen

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